Positive Affirmationen formulieren – so gehst du vor!

Bevor du weiterliest: Schnapp dir einen Stift und einen Zettel! Denn im Anschluss an diesen Blogbeitrag, wirst du deine eigenen positiven Affirmationen formulieren. Und das ist am wirkungsvollsten, wenn du diese Affirmationen wirklich aufschreibst und nicht nur im Kopf bewahrst. Warum das so ist, verrate ich dir weiter unten.

Was sind positive Affirmationen?

Zunächst kurz und knackig die Definition: Das Wort „Affirmation“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „Versicherung, Beteuerung“ (s. Quelle). Es ist im Prinzip eine Art positiver, bejahender Glaubenssatz. Zum Beispiel: „Ich bin liebenswert.“ Genau genommen, kannst du eine Affirmation sogar noch detaillierter definieren in

  • Zustand-Affirmation (beschreibt einen Zielzustand), z. B. : Ich liebe meinen Körper.
  • Prozess-Affirmation (richtet den Fokus auf die Entwicklung), z. B. : Ich helfe immer mehr Menschen dabei, glücklich zu sein.
  • und gekoppelte Affirmation (durchbricht die Verbindung zu einem Gedanken oder Zustand, also eine wenn-dann-Situation), z. B. : Immer wenn ich demotiviert bin, dann erinnere ich mich an meine größten Erfolgserlebnisse.

Nun bist du für die feinen Unterscheidungen sensibilisiert. Um das Ganze aber nicht zu verkomplizieren, sprechen wir weiterhin einfach nur von Affirmationen, okay?

Wozu Affirmationen?

Zugegeben: Als ich zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert wurde, war ich skeptisch. Das Ganze wirkte auf mich ein wenig esoterisch. Falls es dir gerade genau so geht, habe ich eine Bitte: Versuche, unvoreingenommen zu sein. Es lohnt sich.

Also: Wozu positive Affirmationen formulieren? Fakt ist, dass die meisten von uns viele negative Glaubenssätze tief in sich verankert haben. Oftmals sogar, ohne dass wir uns darüber bewusst sind. Und genau das ist die Tücke! Denn unser Unterbewusstsein ist machtvoller, als du vermutest. Ich gebe dir ein Beispiel:

Vielleicht hat in deiner Kindheit eine für dich wichtige Bezugsperson mal zu dir gesagt: „Diese Aufgabe schaffst du eh niemals“ Ein solch flapsig dahergesagter Spruch kann sich so tief verankern, dass er dich bis heute ausbremst, wenn du vor großen Aufgaben stehst. Denn er ruft dir unterbewusst die Erinnerung ins Gedächtnis, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Das wirkt sich natürlich darauf aus, wie und ob du überhaupt die Aufgabe angehst.

Die gute Nachricht ist: Du kannst solche negativen Glaubenssätze auflösen, um dein Selbstwertgefühl positiv zu verändern – und letztlich auch insgesamt glücklicher und erfolgreicher zu sein. Genau dabei helfen dir deine persönlichen positiven Affirmationen.

Vorgehensweise: Affirmationen formulieren

Wichtig ist, wie du eine Affirmation formulierst, um eine positive Wirkung auf dein Unterbewusstsein zu erzielen. Es kann nämlich auch nach hinten losgehen und das genaue Gegenteil bewirken, wenn du folgende Regeln missachtest:

  1. Lass Negationen in der Schublade! Wörter wie NICHT, NIEMALS, KEIN(E) schießen volle Kanone am Ziel vorbei. Beispiel: „Ich bin nicht mehr ungeduldig.“ Dein Gehirn kann dem Unterbewusstsein das Wort „nicht“ nicht übersetzen und verankert stattdessen das Wort „ungeduldig“. Achte also darauf, deine Affirmationen immer positiv zu formulieren. In diesem Beispiel: „Ich bin geduldig.“
  2. Formuliere deine Affirmation kurz und knackig.
  3. Vermeide Begrenzungen. Wörter wie ETWAS, EIN WENIG, MANCHMAL limitieren deine Affirmation enorm und somit auch ihre Wirkung.
  4. Formuliere für jeden Aspekt eine eigene Affirmation anstatt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu wollen. Beispiel: „Ich bin glücklich mit meinem Job und meiner Beziehung“ splittest du auf in „Ich bin glücklich mit meinem Job“ und „Ich führe eine schöne Beziehung“.
  5. Jede Affirmation sollte eine Emotion in dir wecken. Je emotionaler eine Affirmation für dich ist, desto intensiver ihre Wirkung.

Verschiedene Lebensbereiche betrachten

Nun weißt du, WIE du eine Affirmation formulieren solltest. Kommen wir also zum Eingemachten. Betrachte deine verschiedenen Lebensbereiche (Selbstliebe, Beruf, Familie, Partnerschaft, Finanzen…) und reflektiere deine Glaubenssätze. Gibt es Dinge, an denen du zweifelst? Situationen, die ein negatives Gefühl hervorrufen? Selbstzweifel? Finanzielle Unsicherheit? Schreibe all diese Aspekte auf. Hier ein paar Beispiele, um deine eigenen Gedanken anzukurbeln:

  • Ich verdiene zu wenig Geld.
  • Ich bin nicht erfolgreich.
  • Meine Beziehung ist eintönig.
  • Ich bin zu dick.
  • Wenn es regnet, habe ich schlechte Laune.
  • Ich habe immer Pech.

Aus negativ mach positiv

Im nächsten Schritt wählst du aus deinen zusammengetragenen Punkten die für dich bedeutsamsten aus. Das sind jene Glaubenssätze, die dir am meisten zu schaffen machen und besonders häufig durch den Kopf schwirren. Achte darauf, dass du zu Beginn nicht zu viele auswählst – fünf bis maximal zehn Sätze. Diese negativ verankerten Glaubenssätze formulierst du nun im Sinne einer positiven Affirmation um. Und jetzt kommt der Clou an der Geschichte: Selbst wenn der Zustand, den deine positive Affirmation beschreibt, noch nicht eingetreten ist, musst du fest an ihn glauben. Du musst davon überzeugt sein, dass dieser Zustand eintritt.

Positive Affirmation verankern

Natürlich reicht es nicht, positive Affirmationen nur einmal aufzuschreiben und bereits dann von den ursprünglich negativen Glaubenssätzen entkoppelt zu sein. Es ist wie in der Schule: wiederholen, wiederholen, wiederholen. Damit du deine positiven Affirmationen immer griffbereit hast, gibt es in meinem undatierten Kalender eine Seite, die sich genau dem Thema widmet. Hier haben deine Affirmationen Platz. Und du kannst jederzeit zu der Seite blättern und sie dir durchlesen. Ich lege dir ans Herz, dass du dir deine Affirmationen jeden Morgen zum Start in den Tag und abends vor dem Schlafengehen einmal durchliest. Am effektivsten ist es sogar, wenn du sie dir laut vorliest. Die ersten Male wird dir das komisch vorkommen. Und dein innerer Instinkt rebelliert, weil du dir selbst etwas laut vorliest, das vielleicht noch gar nicht in Kraft getreten ist. MACH ES TROTZDEM! So erzielst du die größte Wirkung. Und du wirst sehen: Nach kurzer Zeit ist es für dich nicht mehr befremdlich. Führe dir folgenden Spruch immer vor Augen:

Das, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, wird größer!

Und nun: Ran an den Stift und Zettel! 🙂


Titelbild: pixabay.com

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